Einfluss von institutionellen Rahmenbedingungen auf die Lebensqualität von (Alten-) Pflegeheimbewohner_innen

Foto: Raissa Aas

Bereits heute stellt die Unterbringung und Pflege von älteren Menschen in Deutschland eine Herausforderung dar. Der demographische Wandel, die zunehmende Alterung und gleichzeitige Schrumpfung der Bevölkerung in Deutschland werden diese Herausforderung weiter zuspitzen. Am Jahresende 2011 wurden 743.000 Personen in vollstationären Einrichtungen betreut. Im Vergleich zum Jahr 1999 ist die Zahl der in Heimen vollstationär Versorgten um 32 %, also um 180.000 Personen, angestiegen (Pfaff, 2013). Auch der Anteil der Demenzkranken in der Bevölkerung wird in den nächsten Jahren ansteigen. Je nach statistischen Grundannahmen könnte die Zahl von heute ca. 1,4 Millionen Betroffenen auf ca. 2,2 Millionen Erkrankte im Jahr 2030 steigen. Auch dies wird die Pflegesituation weiter verschärfen (BmG, 2014). Vor allem sind hiervon Frauen betroffen; im Jahr 2009 waren 75% der pflegebedürftigen Personen weiblich (BLfSD, 2010). Da die Einflussgrößen auf die Pflegequalität und auch die Lebensqualität der Bewohner_innen sehr vielfältig sind, soll in diesem Teilprojekt untersucht werden, welche institutionellen Rahmenbedingungen in welchem Ausmaß auf die Lebensqualität von (Alten-) Pflegeheimbewohner_innen wirken. Um mögliche institutionelle Einflussgrößen auf die Lebenszufriedenheit der Altenheimbewohner_innen zu identifizieren, wird ein Mixed-Methoden-Design verwendet. Die Ergebnisse sollen neben dem wissenschaftlichen Aspekt sowohl der bayerischen Regierung, wie auch den unterschiedlichen Trägern selbst, relevante Informationen liefern, um die Lebensqualität der Bewohner_innen zu verbessern.

Prof. Dr. Nicole Saam, Alexander Kewitsch und Marie-Kristin Döbler, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Soziologie)